Chengdu(Pandas)

Die Stadt Chengdu, welche in der Stadt Sezuan liegt, ist vermutlich vor allem für seine Pandazuchtstation bekannt. Aber auch davon abgesehen, hat mir Chengdu sehr gut gefallen. Das Essen war um Welten besser als in Peking oder Shanghai evtl auch, weil die Restaurants weniger touristisch waren. Die Fahrt vom Flughafen dauert mit dem Taxi ca 30 Minuten und die Taxipreise sind in Chengdu noch günstiger als in Peking. Als Unterkunft habe ich auf Booking das Chengdu Panda Apartment gebucht und die Bewertungen entäuschten nicht, die Unterkunft war top. Die Besitzerin ist sehr bemüht und hat eine Mappe mit zusätzlichen Informationen bereitgestellt. Leider hatte ich nur 2 volle Tage in Chengdu und deshalb keine Zeit die Umgebung zu erkunden. Gerade der Emei Shan soll ein sehr lohnenswertes Ausflugsziel sein.

Giant Panda Breeding Research

Die Fahrt von der Innenstadt zu den Pandas dauert ca 30 Minuten. Der Tageseintritt in den Park kostet 58 Yuan pro Person. Die komplette Anlage ist sehr gross und die Pandas haben ausreichend Platz um sich zu bewegen oder eher Bambus zu fressen. Hier sollen besonders die vom aussterben bedrohten grossen Pandas nachgezüchtet werden. Da das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt, sind Bilder mit den Pandas nicht möglich. Nach der Erfahrung über die Menschenmassen während der chinesischen Staatsferien, waren wir direkt zur Öffnungszeit vor Ort. Die ersten Stunden hatte man dementsprechend wenig Andrang, der jedoch zur Mittagszeit stark zunahm, so dass man die Pandas kaum noch sehen konnte. Zusätzlich sind die Pandas gerade im Sommer während der Morgenstunden(aber auch im Oktober) aktiver, da es frischen Bambus gibt. Gegen die Mittagszeit sitzen sie meist oben in den Bäumen und schlafen. Zusätzlich zu den wohl bekannteren grossen Pandas, gibt es im Park auch noch kleinere rote Pandas zu entdecken. Wer im Oktober kommt, hat vermutlich das Glück kleine Pandababys bei ihren ersten Schritten zu beobachten. Es gibt kaum niedlicheres. Ich kann das Giant Breeding Research jedem empfehlen der Pandas sehen möchte, denen es gut geht. Das Research ist in keinsterweise mit einem typischen Zoo vergleichbar in dem die Tiere in kleinen Käfigen sitzen.

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Pandas beim Essen sind nicht sonderlich spannend, sondern eher amüsant. Egalob liegend oder sitzend, Hauptsache man isst nebenbei Bambus.
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Auf einem Baum mus man entspannt schlafen können.
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Im Herbst hat man die Chance kleine Pandababys zu sehen.
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Auch der rote Panda hat einen Besuch verdient.

Sezuan Cooking Class

Da ich unbedingt einen Kochkurs ausprobieren wollte und meine To-Do Liste für Chengdu auch noch nicht überfüllt war, bot sich ein Kochkurs in Chengdu gerade an. Über Viator bin ich auf Samtours Sezuan Cooking Class gestossen(kann vermutlich auch direkt gebucht werden). Es war mit Abstand das teuerste Einzelereignis(80$), dass ich in China unternommen und trotzdem bereue ich es nicht, denn es war ein tolles Erlebnis. Die Gerichte hätte man selbstverständlich günstiger bestellen können, aber die Erfahrung und der Spass war das Geld wert. Der Kochkurs wurde in einem Hostel durchgeführt und die Besitzerin ist auch zu spontanen Rezeptänderungen bereit. Glücklicherweise gab es keine anderen Teilnehmer und es war somit eine private Tour. Gekocht wurden sweet/sour pork, Dumplings, Gongbao Chicken und gebratene Nudeln. Gongbao Chicken war inzwischen schon mit Lieblingsgericht und so freute ich mich richtig, endlich die Zubereitung zu lernen. Leider gibt es in Deutschland keinen Bambus zum Nachkochen, Gurke schmeckt jedoch ähnlich. Die Lehrerin brachte uns auch verschiedene Arten von Dumpling falten bei und es sieht wesentlich einfacher aus als es ist. Alle Gerichte schmeckten herrlich, man sollte jedoch davor nicht gefrühstückt haben, da es sehr viel ist. Ich kann den Kochkurs nur weiterempfehlen, wer jedoch auf sein Budget achten will/muss, sollte sich vorher überlegen inwieweit er voll und ganz hinter dem Ereignis steht, da es für China verhältnismässig teuer ist.

Das Falten von Dumplings ist eine Kunst für sich und es gibt viele verschiedene Varianten.
Kochen mit dem Wok ist ein Erlebnis.

Wangjanglou Park

Da ich ein Natur und Pflanzenfan bin, interessierte ich mich schon vom ersten Hören für den Wangjanglou Park mit über 300 Bambusarten. Der Eintrittspreis kostete ca 20 Yuan. Leider wurde zu meiner Besuchszeit der Flussblickturm renoviert, weshalb er nicht zugänglich war. Das im Reiseführer beworbene Teehaus, war jedoch enttäuschend. Plastikstühle und überteuerte Preise, weshalb ich mir den Besuch gespart habe. Der Park ist ansonsten jedoch sehr schön gestaltet und die verschiedenen Bambusarten sind beeindruckend. Umrahmt wird das ganze noch von typisch chinesischen Bauwerken, die mich immer noch faszinieren. Auf Grund des niedrigen Eintrittspreises und der Schönheit des Parkes, kann ich ihn nur jedem Chengdu Besucher sehr ans Herz legen.

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Der Park ist relativ unbekannt, obwohl er sehr schön ist.
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Über 100 verschiedene Bambusarten kann man hier entdecken.

Tagesausflüge

Wer mehr Zeit mitbringt hat die Möglichkeit Sehenswürdigkeiten ausserhalb Chengdus zu besichtigen. Hierfür bietet sich der der riessige Buddha in Leshan an oder einen Ausflug zum Berg Quingcheng für eine schöne Wanderung. Beide Bestandteile habe ich ursprünglich eingeplant, jedoch habe ich es schlussendlich vorgezogen nach Jiuzhaigou und Huanglong zu gehen(Die Bilder im Internet haben mich so beeindruckt, dass ich dachte dort einfach hinzumüssen und für beides hatte ich leider nicht genügend Zeit.

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Die Kalksteinterassen von Huanglong haben mich so begeistert, dass ich meinen Chengdu Aufenthalt verkürzte.
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Lust auf chinesische Geschichte? Dann ist die verbotene Stadt in Peking ein muss.
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Lust auf eine moderne Stadt mit riessigen Wolkenkratzern? Dann ab nach Shanghai.

 

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